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Preise an Bartoli, Widmann und Sting

Logo Preis der deutschen Schallplattenkritik
17.02.2010
Die Spezialisten haben wieder getagt und sich entscheiden. Am Dienstag wurden die Gewinner der Frühjahrsrunde des renommierten Preises der Deutschen Schallplattenkritik bekannt gegeben. Und es sind zahlreiche Künstler dabei, die auch das KlassikAkzente-Team für herausragend hält.

Der britische Sänger und Stilnomade Sting zählt seit Jahren zu den wichtigsten Impulsgebern einer Szene, die sich nicht mehr eindeutigen musikalischen Kategorisierungen unterordnen will. Seine CD „If On A Winter’s Night…“ ist ein Kompendium wunderbarer Lieder quer durch die musikalischen Assoziationsräume und wird daher auch mit dem Preis in der Kategorie „Grenzgänge“ bedacht.

In der Kategorie „Orchestermusik und Konzerte“ ist eine junge Künstlerin ausgewählt worden, die seit ein paar Jahren bereits mit ungewöhnlich intensiven Aufnahmen auf sich aufmerksam gemacht hat. Denn der Preis geht an die Geigerin Janine Jansen, für ihre Einspielung „Ludwig van Beethoven, Benjamin Britten: Violinkonzerte“ zusammen mit der deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Paavo Järvi.

Musikalisches Neuland haben die Geigerin Carolin Widmann und der Pianist Simon Lepper mit ihrer Aufnahme „Phantasy of Spring. Werke von Morton Feldman, Bernd Alois Zimmermann, Arnold Schönberg und Iannis Xenakis“ (ECM New Sereis) beschritten und werden dafür mit dem Vierteljahrespreis in der Kategorie „Kammermusik“ bedacht.

Was die Rubrik „Klavier- und Orgelmusik“ betrifft, fällt die Wahl diesmal auf zwei große Meister ihres Instrumentes. Denn Martha Argerich und Nelson Freire bekommen den Vierteljahrespreis für den Mitschnitt eines außergewöhnlichen Konzertabend verliehen, der unter dem Titel “Live in Salzburg. Werke von Johannes Brahms, Sergej Rachmaninov, Franz Schubert, Maurice Ravel“ erschienen ist.

Wirklich spektakulär war in den vergangenen Monaten die Veröffentlichung des Albums „Sacrificium“ mit dem sich die römische Mezzo-Sopranistin Cecilia Bartoli der Schönheit der Arien für Kastraten zuwandte und damit nicht nur vom Publikum umjubelt, sondern auch von der Kritik gefeiert wurde. So passt es gut, dass sie den Preis in der Kategorie „Klassisches Lied und Vokalrezital“ zugesprochen bekommt.
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