JANINE JANSEN Beau Soir Itamar Golan

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JANINE JANSEN
Beau Soir

Werke von / Works by
Claude Debussy
Richard Dubugnon
Gabriel Fauré · Olivier Messiaen
Maurice Ravel
Itamar Golan
Int. Release 15 Oct. 2010
1 CD / Download
CD DDD 0289 478 2256 1 DH


Track List

Claude Debussy (1862 - 1918)
Sonata in G Minor for Violin and Piano, L.140

Suite bergamasque, L. 75

Richard Dubugnon (1968 - )
Lili Boulanger (1893 - 1918)
Richard Dubugnon (1968 - )
8.
0:00
4:49

Olivier Messiaen (1908 - 1992)
Gabriel Fauré (1845 - 1924)
Maurice Ravel (1875 - 1937)
Violin Sonata in G

Richard Dubugnon (1968 - )
Janine Jansen, Itamar Golan

Total Playing Time: 1:09:39

. . . listeners were drawn in by her commanding performances of works by French composers . . . Jansen's tone was tightly focused, her vibrato generous and the finale was played with feverish abandon [Ravel Sonata].

Throughout the disc, Ms. Jansen and her admirable pianist, Itamar Golan, show an astute musicality . . . Her tone is more silver than gold, but she knows how to subtly imbue a phrase with feeling, when to color the violin sound to reflect changes in the character of a piece, and when to simply let the music speak for itself. The performance of Maurice Ravel's G-Major Sonata is particularly impressive. Ms. Jansen plays the violin line of its appealing "Blues" movement with the stylistic instincts of a jazz singer, deftly capturing its seductive and playful qualities. Then she and Mr. Golan dance as one through the virtuosic, Gershwin-flavored finale. Another highlight is Olivier Messaien's "Thème et Variations" . . .

All the pieces are beautifully played . . . elegant, sophisticated style, but there's always a flicker of something ¿ a little extra pressure, or a note with faster vibrato - that brings each phrase to life.

French and nocturnal in flavour, this exquisite recital finds Janine Jansen at her most seductive . . . what impresses is the beauty of Jansen's hushed playing.

A beautiful disc.

[Janine Jansen endows the works] with fierce individuality . . . [She's] taking each performance to its emotional limits. Then there's her sound, instantly and deeply seductive . . . the standout is Messiaen's Theme and Variations, a veritable feast of music compressed into ten extraordinary minutes.

. . . eine der interessantesten, stilsichersten und emotionalsten Geigerinnen ihrer Generation . . . Vom ersten Ton der eröffnenden Debussy-Sonate an nimmt Janine Jansen, kongenial begleitet von dem erfahrenen Kammermusiker Itamar Golan, mit ihrem rattenfängerischen Geigenspiel gefangen. Mit einer Fülle erlesener Klangfarben und einer ganz natürlichen Virtuosität erweist sich Jansen hier einmal mehr als Ausdrucksmusikerin par excellence. Unwiderstehlich wirkt etwa Ravels . . . Blues, von Jansen und Golan mit unvergleichlichem Feeling und fast geräuschhaftem Furor dargeboten. Dabei wahren sie aber auch die Kühle und Distanz, die dieser Musik zugleich zu Eigen ist. Agogisch perfekt ausgearbeitet und dynamisch extrem ausdifferenziert, gelingen Jansen und Golan neue, auch klangtechnisch bestechende Referenzaufnahmen der beiden Standardwerke von Debussy und Ravel. Vielleicht zeigt sich ihre Kunst aber noch mehr in der Gestaltung der beigegebenen Gustostücke, die hier geradezu geadelt bzw. rehabilitiert werden -- so ergreifend verhalten, zart und unverkitscht, wie aus weiter Ferne, hat man Faurés "Après un rêve" wohl kaum je gehört. Messiaens glasklare Klangsprache gehen Jansen und Golan dagegen überraschend handfest und diesseitig an -- ihre Sinnlichkeit hätte dem Meister sicherlich gefallen. Nach einem ekstatischen Höhepunkt verdämmern Messiaens Harmonien am Ende ins fahle Nichts -- ein Ereignis.

[Die Verbindung von Farben, Transparenz und elegante Melodien sind] in jeder ihrer Interpretationen hörbar -- ob die Geigerin nun geschmackvoll dosierte Vibrati bei Messiaen einsetzt, zart und sensibel mit blitzsauberer Intonation Fauré spielt oder ihre unglaubliche Virtuosität bei Ravel beweist -- wo sogar die Pizzikati dynamisch fein abgestuft erklingen. Sehr empfindsam, in träumerischer Grundstimmung: Debussys ewig anrührende "Clair de lune", hier transponiert für Geige. Als ebenbürtiger Klavierpartner und Impulsgeber erweist sich Itamar Golan.

Zärtlich spielt sie sich durch die Schattierungen der Chromatik, geht aber den Ravel durchaus frontal an . . . sehr geschmackssicher wird das serviert.

[Die Ausnahmegeigerin Janine Jansen wäre nicht,] was sie ist, würde sie diese oberflächlich kühlen Glasperlenspiele nicht subkutan mit glühender Expressivität aufladen . . . Alles fügt sich da zu einem Ganzen. Auch das sensible Begleitspiel des Pianisten Itamar Golan.

Hat man alle Werke dieser CD gehört, bleibt nur noch Staunen, zu welchen Differenzierungen von Dynamik und Klang eine Geige fähig ist. Wenn Janine Jansen den Bogen ansetzt, flimmert die Luft. Erfindungsreich und persönlich klingt hier eigentlich jeder Takt . . . es ist aufregend, den raffinierten Farben nachzulauschen, die Jansen ihrer Stradivari in scheinbar unendlicher Vielfalt entlockt. Sie schweben im Raum wie Parfüm und schaffen eine Traumwelt, von der eine wonnige Anziehungskraft ausgeht.

Hat man alle Werke dieser CD gehört, bleibt nur noch Staunen, zu welchen Differenzierungen von Dynamik und Klang eine Geige fähig ist. Wenn Janine Jansen den Bogen ansetzt, flimmert die Luft. Erfindungsreich und persönlich klingt hier eigentlich jeder Takt . . . es ist aufregend, den raffinierten Farben nachzulauschen, die Jansen ihrer Stradivari in scheinbar unendlicher Vielfalt entlockt. Sie schweben im Raum wie Parfüm und schaffen eine Traumwelt, von der eine wonnige Anziehungskraft ausgeht.

Janine Jansen a tout pour elle: beauté naturelle et musicalité raffinée à l'extrême. Dans "Beau soir" . . . la jeune violoniste néerlandaise tire de son Stradivarius un chant aussi velouté et mystérieux que celui d'une voix humaine . . . Secondée avec tact par Itamar Golan au piano, Janine Jansen offre un festival de couleurs tour à tour chatoyantes et crépusculaires. Un régal.

Leur complicité est un bonheur en soi. Usant de timbres veloutés, de subtiles variations de tempo et de dynamique, Janine Jansen et Itamar Golan rivalisent d'élégance. Mais d'une élégance exempte de narcissime. Quel charme!