JULIA FISCHER / VIOLIN & PIANO

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JULIA FISCHER
VIOLIN & PIANO

CAMILLE SAINT-SAËNS
Violinkonzert
Violin Concerto No. 3

EDVARD GRIEG
Klavierkonzert
Piano Concerto
Julia Fischer
Junge Deutsche Philharmonie
Matthias Pintscher
Int. Release 02 Aug. 2010
1 DVD-Video
0440 074 3344 7 DVD Video NTSC DH
STEREO: PCM / SURROUND: DTS 5.1
Picture Format: 16:9


Track List

1.
0:56

Camille Saint-Saëns (1835 - 1921)
Violin Concerto No.3 in B minor, Op.61

Edvard Grieg (1843 - 1907)
Piano Concerto in A minor, Op.16

6.
6:30

Julia Fischer, Junge Deutsche Philharmonie, Matthias Pintscher

8.
1:21

Total Playing Time: 1:01:04

. . . one of most exciting young violinists . . . a brilliant performance of Saint-Saëns' Violin Concerto No. 3 (we would expect that), and after intermission returns to the stage as soloist in Grieg's Piano Concerto. And the latter is not an amateur performance; her playing is of the highest order. This is an extraordinary accomplishment ¿ I know of no other performer who is a virtuoso on two totally different instruments. A lengthy bonus documentary explains Fischer's study of both instruments. This is a unique occasion displaying a remarkable artist. Video and audio are excellent.

Mit feinem Klang und sensibel gestalteter Agogik spielt sie die Capricen und zeichnet Phrasen und Entwicklungen mit einer Ernsthaftigkeit, die keinen Unterschied zwischen Bach oder Paganini machen möchte. Die Virtuosität der Stücke erledigt sie dabei gleichsam "nebenbei", packend, aber nie halsbrecherisch, selten auftrumpfend, das Platt-Sportliche immer mit sauberer Gestaltung kultivierend. Kontrolliert im Artistischen, ernsthaft bei der Freilegung des musikalischen Gehalts . . . Fischer macht einen ganzen Paganini-Kosmos hörbar . . . Die Capricen als grelle Virtuosenstückchen? Spätestens seit Julia Fischer nicht mehr.

So viel Spiel-Details an den richtigen Stellen sieht man selten. Selbst der flinke Fingersatz Fischers beim 3. Violinkonzert von Camille Saint-Saëns ist nachvollziehbar. Doch es gibt noch mehr . . . Dass Geigenvirtuosen über den Tellerrand ihres angestammten Instrumentes hinaussehen können und auch achtbar die Pianotasten streicheln, mag noch normal sein. Doch dass Frau Fischer sich ausgerechnet dieses Konzert-Schlachtross von Edvard Grieg als Kostprobe ihres Klavierkönnens ausgesucht hat, verdient Respekt. Umso mehr, als sie ihr Abenteuer nicht hinter schützenden Studiomauern unternahm, sondern vor Publikum in der Alten Oper Frankfurt. Das zeugt obendrein von gesundem Selbstbewusstsein, und davon hat Julia Fischer eine Menge. Mit der Jungen Deutschen Philharmonie fand sie ein frisch-forsches Orchester (die Konzertmeisterin war Schülerin von Julia Fischer), in Matthias Pintscher einen einfühlsamen und kooperativen Dirigenten . . . Beide erarbeiteten ein Grieg-Konzert, das sich neben den zahllosen Einspielungen dieses Standard-Glanzstücks bestens hören lassen kann. Wobei der meiste Lorbeer Julia Fischer gebührt, denn beinahe lässig und stets kontrolliert fegt sie über die Tücken der Partitur hinweg und lässt das vermeintlich abgespielte Werk tatsächlich unverbraucht aufklingen. Allein die wilde Kadenz des Kopfsatzes gelingt ihr so überzeugend, als hätte sie seit ihrem vierten Lebensjahr nur Klavier statt Violine geübt.

[Die] DVD zeugt von Fischers unglaublichen musikalischen Fähigkeiten: Da spielt sie Saint-Saens auf der Violine, wechselt mal eben das Instrument und brilliert dann mit Griegs Klavierkonzert -- als Pianistin.

En exquise musicienne, la jeune et décidément très douée Julias Fischer montre ici ses talents versatiles, passant sans défaillir, du violon au piano . . . la divine pluridisplinaire sait ajouter au défi du passage entre deux instruments, l'esprit de défrichement: jouer le Concerto pour violon de Saint-Saëns (Opus 61) demeure étrangement rare donc méritant de sa part . . . un comble pour les deux partitions si ciselées, la soliste a contrario de ce geste sans séduction, redouble de sensibilité, d'activité, d'intériorité . . . le n°3 opus 61 fait valoir toute la brillance et la délicatesse de couleur de la jeune musicienne qui d'emblée se hisse très haut dans l'évaluation après Sarasate . . . La cantilène suave, second thème de l'Allegro initial caresse l'oreille tout en structurant le déroulement du mouvement; même jeu nuancée et intérieur pour cette barcarolle de l'andantino quasi allegretto qui suit, avant le finale, d'un feu tout mendelssohnien. Julia Fischer sait restituer à cette ¿uvre ailleurs décorative et creuse, un mordant, un chien stimulant. Belle réussite.