BEETHOVEN The Violin Sonatas Kavakos 4783523

He isn't just an exceptional violinist, he is also an excellent musician . . . [he] offers absorbing listening. His classical style is impeccable, and the tone . . . ideal throughout. He's extremely well served by his partner . . .

In his Decca-label debut, Kavakos has a far more glamorous tone and posh recording ambience, his thoroughly examined performances scaled to speak intimately to the microphones at hand, which is great for revealing the profundity of Violin Sonata No. 10.

In their beautifully balanced survey of Beethoven's Sonatas for Violin and Piano, Kavakos and Pace allow us to eavesdrop on 10 intimate conversations between musical equals. Each work has been thoroughly investigated, from Pace's unruffled response to the rough humour of the three Opus 12 sonatas, to Kavakos's subtle intensification of tone in the A major Sonata and the exquisite simplicity of the opening arpeggio figures of the very last Sonata in G major.

. . . impeccable technique, sweet sound, sensitivity to the mood and texture of the music and awareness of both the big picture and the fine detail.

If you like your Beethoven serious in tone, intellectually concentrated, free of caprice or any hint of waywardness, then this set is likely to please . . . [Sonata no. 7]: Impressive as Leonidas Kavakos and Enrico Pace are in that taut, stormy drama, theirs is a much more integrated, consistent account . . . Both players seem very much of the same mind in this performance, and there's clearly a strong rapport between them . . . [The recordings] are excellent: warm, clear in tone and finely balanced. I'm glad I heard this set . . .

The unrivaled elegance and beauty of Leonidas Kavakos's sound would be reason enough to embark with him on a traversal of the complete Beethoven sonatas for violin and piano, but it's the probing musicianship he and the excellent pianist Enrico Pace bring to it that make the ride so thrilling. The conversations, arguments and flirtations between violin and piano that Beethoven writes into these sonatas are all rendered with spirit and impeccable taste.

So, wie Kavakos hier mit trockenem, fast trotzigem und dennoch sensibel austariertem Ton zur Sache geht, keine Dramatik scheut und dennoch sicher formt und kühl gestaltet, das raubt einem den Atem. Er verzichtet auf allzu virtuoses Effekt-Gehabe, bietet aber doch einen eigenen Ton, mit dem er hörbar macht, was Leo Tolstoi zu seiner tief philosophisch-ethischen Erzählung inspirierte. Und so machen auch die unspektakulären Stücke wie op. 12/2 Spaß, denn auch hier entgeht Kavakos' feingliedrigem Spiel keine Nuance. Es ist eine Freude -- und die hat noch einen Grund. Denn natürlich kann dieser dichte Eindruck nur gelingen, wenn man einen guten Partner hat. Da steht Kavakos mit dem Italiener Enrico Pace ein versierter und vor allem gleichberechtigter Pianist zur Seite, der so virtuos und kundig zugreift, dass der dürre Begriff "begleiten" völlig irreleitet . . . Mit einem aus solchem Fundus bestückten Beethoven-Programm könnten beide zu den Abräumern der Konzertsäle werden . . .

. . . Griechenlands gewichtigster Klassik-Import seit Dimitri Mitropoulos und Maria Callas . . . Keine "Rampensau", sondern ein strikt und besonnen mit der Auslegung befasster, buchstabengenauer Exeget . . . [seinen Ton] könnte man als sprechend (mehr denn als singend), als eloquent (nicht aber als dekorativ) beschreiben. Man hört einen Redner mit festem musikalischem Thema -- und festem Ziel . . . [CD review]: Der Entschluss, sozusagen Nägel mit Köpfen zu machen, zeigt sich auch in der Wahl der Beethoven Violinsonaten für sein Decca-Debüt. Geprägt durch einen rhetorisch-aufgerauten Duktus, auf Inhalte eher als auf schöne Form setzend, schlägt sich die Einspielung auf die Seite intellektueller und substanzialistischer Aufführungen . . . [Kavakos spielt] mit loderndem Ton, dabei besonnen und trittfest rhetorisierend . . . Die Werke scheinen bei ihm wie aus einem Guss . . . Dem Kopfsatz der "Kreutzer-Sonate" kommt -- wie dem gesamten Zyklus -- ein hohes Maß an Argumentationskraft, zuweilen Missionsgeist zu. Man spürt, dass dieser Interpret etwas aussagen will.

Kavakos spielt -- wie er das eigentlich immer tut -- mit absolut makelloser Intonation und Sauberkeit, dabei schlicht und natürlich, das Sangliche des jeweiligen Satzes nicht als üppige Kantilene, sondern als frei fließende Liedmelodie ausspielend. Und Enrico Pace ist ihm ein in jeder Hinsicht gleichwertiger Partner am Klavier.

Hier werden starke, eigenwillige, freche Farben aufgetragen. Stürmisch akzentuiert Kavakos auf seiner Stradivari, ein drängendes Hell-Dunkel wird ausgepinselt von Pace am Steinway. Auch ist die Tempowahl, etwa im Presto-Kopfsatz der a-Moll-Sonate op. 23, risikofreudiger.

Klanglich sensibel war der griechische Geiger Leonidas Kavakos schon immer. Dass diese Eigenschaft sich positiv auf Beethovens Sonaten auswirken würde, war zu erwarten, allerdings erstaunt das Ausmass dieses Nuancenreichtums dann doch. Wo viele Kollegen kraftvoll mit Verve und viel Vibrato durch die Phrasen brausen, ist Kavakos meist etwas zurückhaltender und aufmerksamer . . . [er schafft es], viele Stellen, die geigerisches Brimborium scheinbar herauszufordern scheinen, mit einer lakonischen Einfachheit zu nehmen. Strömen lassen, das ist das Geheimnis dieses Spiels, aber dann auch die Meisterschaft, das beabsichtigte Klangbild in allen Lagen auf den Punkt zu bringen. Das ist nicht undramatisch, im Gegenteil: Gerade weil die Elemente zur Steigerung der Intensität sparsam, aber dezidiert eingesetzt werden, wirken sie umso stärker. Und noch ein Geheimnis: einen Gleichgesinnten als Begleiter am Klavier. Enrico Pace zeigt dieselben Tugenden in seinem Part, der bei Beethoven oft musikalisch gewichtiger ist als die Geigenlinie. So entsteht eine Totale der Beethoven-Sonaten, die einlädt, genau hinzuhören . . .