BRAHMS Violin Sonatas / Leonidas Kavakos, Yuja Wan

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JOHANNES BRAHMS

The Violin Sonatas
Leonidas Kavakos
Yuja Wang
Int. Release 31 Mar. 2014
1 CD / Download
0289 478 6442 4 CD DDD DH


トラック・リスト

Johannes Brahms (1833 - 1897)
Sonata for Violin and Piano No.1 in G, Op.78

3.
7:56

Sonata for Violin and Piano No.2 in A, Op.100

Sonata for Violin and Piano No 3 in D minor, Op.108

8.
8:12

9.
4:44

Leonidas Kavakos, Yuja Wang

再生時間合計 1:16:41

. . . [Scherzo from FAE-Sonata]: raucous and driven, has Kavakos and Wang in fine fettle, passionate and sonorously adept. The extraordinary violin tone . . . does much to ingratiate the whirlwind piece, much as it will add seamless affection to the formal sonatas themselves. The 1879 Sonata in G Major establishes intimacy as an essential aspect of Yuja Wang's keyboard, chamber music persona, given that she has heretofore indulged in heady, percussive, and flamboyant Romantic repertoire. After an autumnal, lyrically polished "Vivace ma non troppo" first movement, the atmosphere becomes poignant and palpably ruminative for the "Adagio". The nicely drawn violin cantilena against Wang's lulling then insistent block chords blends the rainy-day nostalgia against some passionate, rough-hewn sonorities that rise upwardly and then round off in double stops . . . [3rd movement]: [Kavakos/Wang thoughtful, limpid reading] ranks high for sincere intensity of expression and stylistic fidelity. The 1887 "A Major Sonata, Op. 100", "Thun," receives a genial treatment from Kavakos and Wang, the latter of whom enjoys her flourishes and roulades without gratuitous drama, rather sauntering and cavorting with the violin's inflections . . . The original motif recurs, "Andante ¿ Vivace", which Kavakos renders with tender love and care . . . [Violin Sonata no. 3]: Kavokos himself keeps a firm hand on his "dynamics", choosing to extend and soften the melodic line until the whole vanishes in a misty haze of sublimated power . . . The "finale" Brahms marks "6/8 Presto agitato", and he thunders it forward most passionately. Kavakos and Wang have been waiting for this one. Our principals work up a steady, momentous heat, often galloping and throbbing in potent unison. The cascades and onrushes of intensity belie the composer's "old bachelor" stereotype of a man resigned to life's denials. This music resounds with virile desire, a fist's still threatening the skies. The ingenuous "Wiegenlied", played as an encore, speaks of Paradise; might it have been regained?

. . . [Violin Sonata no. 2]: Kavakos and Wang clearly understand what Brahms was about in this work . . . quite magnificient . . . Wang is superb and Kavakos is violinistically impeccable, sustaining Brahms's lines perfectly with every note dead in tune -- the result is a great performance . . . [Violin Sonata no. 3]: wonderfully controlled and expressive, with Kavakos . . . subtly varying his vibrato within that unforgettable opening phrase, and thereby setting this great work on its way with deep intensity of feeling . . .

. . . [Violin Sonata no. 1]: [die lebhaften und doch zarten Gefühle] sind bei Kavakos und Wang bestens aufgehoben . . . Auf einem sehr luftigen Ton schwebt Kavakos durch die erste Sonate -- wunderbar unkitschig klingt das . . . [die zweite Sonate bietet] Wang am Klavier die Gelegenheit, mit einem vollgriffigen, dabei immer kontrollierten Brahms-Klang aus dem Hintergrund zu treten. Überhaupt: Wang ist für Kavakos mehr als nur eine verlässliche Begleiterin . . . Wang übernimmt vor allem in Übergängen oft ganz selbstverständlich die Rolle der Gestalterin, ohne dass dadurch das fein abgestimmte Gleichgewicht zwischen Violine und Klavier in eine Schieflage gerät. Kavakos könnte sich also hier und da zurücklehnen -- tut er aber nicht. Sein Spiel verliert nie die innere Spannung, die ihn immer weiter trägt. Schöngeistig und zivilisiert gehen Leonidas Kavakos und Yuja Wang mit der Musik von Johannes Brahms um. Da macht es nach vielen innigen Momenten dann doch auch Spaß zu hören, dass sie im virtuosen Finale der späten d-Moll-Sonate noch eine Schippe drauflegen können.

. . . ein effektvolles Violin-Arrangement von Brahms' Wiegenlied . . . Herausragend ist aber vor allem Leonidas Kavakos' äußerst emotionale Interpretation. Der gefeierte Grieche klingt zurzeit wie Gidon Kremer in seinen besten Jahren. Vom ersten Ton an ist aber auch klar: Kavakos ist hier der Chef im Ring, und Yuja Wang darf zusehen, wie sie damit klar kommt. Das gelingt dem chinesischen Klaviershootingstar aber gut . . . Spannend zu hören ist das . . .

. . . [Wang zeigt sich] als diskrete, hellhörige Kammermusikerin, die zwar durchaus kräftig zupacken kann, die aber vor allem bemüht ist, ihrem Partner den nötigen Freiraum zur Entfaltung seines vibratoarmen, subtil modulierten Tons zu geben. Die Aufnahme der drei Brahms-Sonaten ist durch geschmeidiges, subtiles Dialogisieren geprägt; sie ist frei von jeder Sentimentalität und Schwerblütigkeit und wirkt selbst in den dramatischen Passagen der d-Moll-Sonate luftig und elegant . . . [mit ihrer artikulatorischen Subtilität, ihrem technischen Feinschliff und ihren flüssigen Tempi ziehen Kavakos und Wang den Hörer] vom ersten bis zum letzten Ton in den Bann. Und auch im jugendlich-stürmischen Scherzo aus der sogenannten F.A.E.-Sonate . . . bleibt das Spiel der beiden Musiker stets transparent und leichtfüßig. Eine rundum überzeugende Produktion, die in ihrer klanglichen Schlankheit und ihrem Verzicht auf übertriebenen melodischen Nachdruck ein durchaus "modernes" Brahms-Bild vermittelt, ohne es jedoch an expressiver Intensität mangeln zu lassen.