STEFFANI Danze e Ouvertures / Diego Fasolis 4785741

I Barocchisti achieve . . . [subtle] refinement . . . masterly compositions, arranged into a pleasingly contoured long suite: five-part string play with attractive shading in the Sinfonia from "Marco Aurelio" and a brief Tendre from "La superbia d'Alessandro" is played beautifully . . . four trumpets and war-like drums create a splendid din in the clever Ouverture from "Niobe".

. . . [Steffani] couldn't have asked for more sympathetic champions in this generous collection of 43 little gems. Fanfare outbursts of natural horns and thundering timpani in "Niobe, Regina di Tebe" . . . add a wild edge to an elegant sound without trampling over the refined, lilting articulation. There's a delicious lick of the exotic in the light yet detailed percussion of "La liberta contenda" and "Orlando generoso". I Barrochisti relish a playful rigadoun or an uprushing tempest, always making the most of Steffani's dramatic flourishes. The album's contrast lies in those little touches . . .

. . . [Diego Fasolis and I Barocchisti's] work on the present disc, as on "Mission", is thrilling (and they're captured in pretty thrilling sound as well). Whatever their next project, I'll be listening.

. . . ["Stabat Mater" is] even more beautiful and ecstatically radiant than you might expect . . . In pursuit of her passion, Bartoli leads an array of internationally celebrated singers while Diego Fasolis conducts the authentic instrument forces of I Barocchisti and the chorus of RSI Lugano for all they are worth (which means let Bartoli's trademark sound take it away) . . . ["Danze & Ouvertures" CD]: On a separate disc, Fasolis conducts 43 great tracks of enchanting early-baroque music, colorfully orchestrated . . .

["Steffani -- Stabat Mater"]: Die Musik hat es . . . auf jeden Fall verdient gehört zu werden. Steffanis Solomotette "Non plus me ligate" scheint der Mezzosopranistin Bartoli wie auf den Leib geschrieben: Leicht perlen die Koloraturen, groß ist die Bandbreite des dramatischen Ausdrucks . . . Nuria Rial und Yetzabel Arias Fernandez sind beide absolute Spezialistinnen für barockes Opernrepertoire . . . Auf männlicher Seite hören wir ebenso schöne Stimmen: Daniel Behle als kräftigen Tenor, Julian Prégardien, zuständig für alle zarten und lyrischen Momente und der Bass Salvo Vitale, der mit kernigem Tiefenklang glänzen kann. Sehr geschlossen und üppig im Klang singt der Rundfunkchor der italienischen Schweiz. Mit Diego Fasolis als Leiter des Ensembles I Barocchisti sorgt ein Altmeister der historisch-informierten Aufführungspraxis für den zuverlässigen instrumentalen Unterbau . . .["Steffani --Danze & Ouvertures"]: Mal lässt [Diego Fasioli] die Schatten schwerfällig im fahlen Mondlicht tanzen, mal inszeniert er Stücke wie die Sinfonia zu Steffanis Oper "Tassilone" mit viel klanglicher Raffinesse und feinem Stilgespür. Es gibt viel zu entdecken bei diesen zwei Steffani-Produktionen: vom herrlich schlichten und intimen "Stabat Mater" bis zur mit allem repräsentativen Pomp ausgestatteten Opern-Ouvertüre. Eine echte Fundgrube . . . für Freunde faszinierend vielseitiger geistlicher und weltlicher Barockmusik.

. . . gleich zwei CDs mit noch mehr schöner Musik des rätselhaften Abbés . . . auch in den hier eingespielten Frühwerken aus Steffanis Münchner Zeit [sowie im späten "Stabat Mater"] . . . lassen sich genug opernhafte Züge finden. Die die Bartoli mit ihren fabelhaften Sangeskollegen Nuria Rial, Franco Fagioli und Daniel Behle wirkungsbewusst herausarbeitet. Auch der gespannt dirigierende Diego Fasolis nähert sich mit seinem Orchester I Barrocchisti und dem Coro della Radtiotelevisione svizzera eher von der dramatischen Seite. Trotzdem atmet diese feinsinnige, vorherrschende Formmodelle geschickt variierende und dabei melodisch durchpulste Musik viel kontemplative Innerlichkeit.

. . . [Steffani] war freilich ein veritabler Theatraliker, und die dramatische Kraft dieser Piecen (man höre sich die Ausschnitte aus "Niobe" an!) zieht den Hörer unmittelbar in den Bann.