Haydn: Concertos for Harpsichord & Violin - Montan 4782243

. . . a shining recording of three of the composer¿s elegant chamber works. The Milan-based Accademia Bizantina prove that they are the rightly acclaimed specialists in such period music. The smoothness of harpsichordist Ottavio Dantone is a charm to the ear, particularly in the Concerto in D Major. Listen for the beauty of the second movement.

. . . die Interpretationen atmeten barocken Geist . . . Die spielfreudigen Italiener betonen die barocken Wurzeln der Konzerte . . . [Dantone schafft] luzide klangliche Gleichgewichte und steuert selber stimmige Kadenzen bei . . . Man nimmt interessiert zur Kenntnis, wie sich die vergnügliche und verspielte Tonsprache der Klassik im Kleid der zupackend . . . aufspielenden Accademia präsentiert. Der luzide Gesamtklang erhöht das Vergnügen . . . Alles in allem erweist . . . [Montanari sich] als unterhaltsamer und spielfreudiger Frontmann, dessen eigene Kadenzen genauso überzeugen wie diejenigen des Pianisten. Und da Ensemble und Solist aus den eigenen Reihen naturgemäß perfekt aufeinander eingespielt sind, kann man sich an einem tollen Orchestergroove erfreuen, und an effektvoll eingesetzten Tempofreiheiten.

Wer die Entwicklung des Streichquartetts und der Sinfonie so maßgeblich beeinflussen konnte wie Joseph Haydn, sollte auch im Bereich der Konzertliteratur mehr als nur Pflichtschuldiges hinterlassen haben. Das jedenfalls glauben Stefan Montanari (Violine) und Ottavio Dantone (Cembalo/Orchesterleitung). Mit einer klar strukturierten und energiegeladenen Neueinspielung der Konzerte für Cembalo und Violine liefern sie starke Argumente für ihre These. Gelingt es im kongenialen Zusammenspiel mit der Accademia Bizantina doch, den im Zeitraum von etwa 20 Jahren entstandenen Werken eine musikalische Bandbreite zu entlocken, die vom gediegenen Spätbarock über die meisterhafte Beherrschung klassischer Formen bis zur Erkundung neuer spieltechnischer Möglichkeiten reicht. Die Freude am tollkühnen Bravourstück kommt nicht zu kurz -- wie das rasante "Rondo all¿ungarese" zum Abschluss des Cembalokonzertes beweist.

Der Haydn in dieser Aufnahme ist unheimlich agil musiziert, sehr frisch und "südlich leicht", aber doch auch ganz durchhörbar und transparent. Die Emotion wird bei den Streichern im Orchester nicht künstlich mit Vibrato erzeugt, die Spannung kommt aus dem Fluss der Musik.

Le Viennois et les baroqueux italiens font décidément bon ménage, cet album venant après les concertos pour orgue épatants de Lorenzo Ghielmi avec sa Divina Armonia (Diapason d'or, cf. n° 570).