BERLIOZ Symphonie fantastique / Barenboim

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HECTOR BERLIOZ
Symphonie fantastique

FRANZ LISZT
Les Préludes
West-Eastern Divan Orchestra
Daniel Barenboim
Int. Release 01 Jul. 2013
1 CD / Download
0289 478 5350 3 CD DDD DH
Recorded live at the BBC Proms


Lista de temas

Hector Berlioz (1803 - 1869)
Symphonie fantastique, Op.14

Franz Liszt (1811 - 1886)
West-Eastern Divan Orchestra, Daniel Barenboim

Tiempo total de reproducción 1:07:45

. . . [Liszt's orchestral poem "Les Préludes" is] most opulently coloured and dispatched. The strings especially have a velvet sheen: partly the result of the hall's acoustic, partly because it's Barenboim conducting -- a man who seems to make every work, of any period, sound luxuriantly romantic. The brass ride out Liszt's main theme with exemplary force and plenitude. Golden harps ripple away. Lovely . . . [Berlioz]: Barenboim's lyrical instincts come to the fore, resulting . . . [in] plenty of beauty . . . Barenboim's gifts for shaping paragraphs and timing effects serve him well in the "Witches' Sabbath" finale, crowned with a tolling bell that raises the hair on your neck even listening at home . . . nothing shakes their commitment and passion.

If Daniel Barenboim's West-Eastern Divan Orchestra required an illustration of its broad scope and open spirit, it would be hard to imagine any more flamboyant than Berlioz's Symphonie Fantastique, the grandiloquent orgiastic fantasy of depravity . . . it's subtly but enthusiastically rendered here . . .

Finesse and vibrant imagination coalesce in the Berlioz, a work . . . which comes across here with freshness and astute dramatic impulse. Liszt's symphonic poem is thrillingly, sumptuously, lucidly and lovingly articulated, its colours gleaming, its passions yearning and its sensibilities fine-tuned.

. . . [these lively performances] are well worth returning to. The Israeli conductor's Berlioz experience shows in this considered and beautifully played account of the composer's masterly programmatic symphony of a romantic poet's dreams, reveries and nightmares. The solo winds are notable in both works, especially in the central slow section of the once popular, now neglected Liszt tone poem. A souvenir of an evidently enjoyable concert.

. . . [this recording] has the perceptible atmosphere of a live occasion, the young musicians of the West-Eastern Divan reacting alertly and unanimously to Barenboim's sense of the music's character and expressive contours. The scene-setting in the opening "Rêveries -- Passions" is crafted with finesse and vigour, Barenboim shaping the violin line with a natural feel for its give and take. Similarly, the crucial slowing down at the apex of the melody in "Un bal" is done without fuss. There is plenty of instrumental detail here, as befits any performance of Berlioz . . . The dramatic impulse throughout the symphony is secure and Barenboim certainly knows how to whip up a macabre, menacing fantasy in the "Songe d'une nuit du Sabbat". Liszt's "Les préludes" makes for a well-chosen, complementary companion piece, played here with richness of texture, a discerning grip on its grandeur and an affectionate embrace of its lyrical allure.

The performance of Berlioz's "Symphonie fantastique" . . . is remarkable for Barenboims's circle-squaring ability to conjure near-fabulous vividness and excitement without a trace of exaggeration. From the opening phrase's swift beginning and lingering rallentando (perfectly judged), Berlioz's over-performed symphony is revealed as the groundbreaking masterpiece it is, with incisive élan in the first and second movements, and detail beautifully presented without point-making. The "Scene in the countryside" so often feels too long, but not with this level of music-making (the long clarinet solo is exquisitely played) . . . [the tendency of Liszt's "Les preludes"] to bombast is brilliantly subverted by the orchestra's bass section: with articulation as precise as this, they achieve thrilling results without any excessive loudness, so that the scoring balances itself unerringly, and the music sings and surges with wonderful freedom and freshness.

Voller Intensität, Wärme und Spannung, mit einem faszinierend homogenen Klang spielt das West-Eastern Divan Orchestra die von Wehmut und etwas vorsichtig Fragendem durchzogene Melodie vom Anfang aus Franz Liszts sinfonischer Dichtung "Les Préludes" . . . Einmal mehr beweist das West-Eastern Divan Orchestra mit dieser packenden Einspielung seine Klasse. Unter der Leitung von Daniel Barenboim, diesem charismatischen, großen Musiker, wird Berlioz' "Symphonie Fantastique" zum Ereignis. Und das Potenzial der jungen Musiker aus Israel, Palästina, Syrien, Ägypten, Jordanien oder dem Libanon entfaltet sich mit einem ungeheuren Glanz. Es schwingt etwas Besonderes, Berührendes, Unerklärliches in dieser Live-Aufnahme von den BBC Proms mit. Es mag die Botschaft sein, dass sich durch die Musik die so simple Erkenntnis vermittelt, dass sich Feindschaft und Hass nicht lohnen, und Freundschaft und Empathie das Leben lebenswert machen.

Kein Zweifel: diese CD enthält eine der grandiosesten Interpretationen der 'Symphonie Fantastique', die ich je gehört habe. Daniel Barenboims Hände und sein Geist vor allem sind überall im Orchester, um zu betonen, zu dämpfen, zu bremsen, zu beschleunigen, einzufärben, zu schattieren, zu glänzen . . . und die jungen Musiker des West Eastern Divan Orchestra . . . folgen ihm ergeben und mit atemberaubender Präzision, um diese Feinzeichnung der Gefühle in der Musik umzusetzen. Traumhaft fantasievoll ist insbesondere der musikalische Rausch von 'Rêveries -- Passions' und 'Un bal' . . . Barenboim lässt keines der ihm zur Verfügung stehenden Gestaltungsmittel aus, um diese fieberhafte, degeneriert-depressive Welt in ihrem orgiastischen Delirium Klang werden zu lassen, um die Gefühlswelt des verliebten und enttäuschten 27-jährigen Berlioz wie einen Film in unsere Ohren einzuspeisen, mitsamt der Jalousie und der Hassliebe, die die Beziehung mit Harriet Smithson am Anfang kennzeichneten und zum diabolischen Charakter der Symphonie beitrugen. Unter Barenboim wird die 'Symphonie Fantastique' zu einem spannungsgeladenen Erlebnis der besonderen Art. Für orchestralen Hochgenuss sorgen der Dirigent und das WEDO auch in Liszts symphonischer Dichtung 'Les Préludes', die gefühlsexpansiv dirigiert und mit hinreissendem Lyrismus musiziert wird. Die BBC-Techniker haben die schwierige Akustik der Royal Festival Hall gut im Griff, und das Publikum bemerkt man nur zwischen den Sätzen.
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No doubt: this is one of the most exciting versions of Symphonie Fantastique I ever heard. Barenboim depicts Berlioz's pathological sensitivity in a sumptuous and electrifying performance.
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Barenboim dirige une des meilleures versions de la Symphonie Fantastique que j'ai jamais entendues, en faisant transpirer la musique de la sensibilité maladive et l'imagination ardente que Berlioz a voulu y exprimer.

. . . [Barenboim setzt] die Dynamik sehr genau um . . . [und setzt] die verschiedenen instrumentalen Schichten der Partitur deutlich gegeneinander ab . . . Und durch Hervorheben einzelner Details sorgt er in den bekannten Werken immer wieder für Überraschungen.

. . . [der Mitschnitt] macht vor allem eines deutlich: zu was für einem phänomenalen Klangkörper sich dieses Ensemble junger Musiker aus Israel, den arabischen Ländern und Spanien in dieser Zeit entwickelt hat. Gelegenheit, das zu hören, gibt es genug bei Berlioz' "Symphonie fantastique": die fragilen Sehnsuchtsklänge im ersten Satz, elegante Bewegtheit beim Ball im zweiten Satz, Schärfe bei den Blechbläserschlägen im vierten Satz beim Gang zum Richtplatz. Was man bei dieser CD an Intonationssicherheit, homogenem Klang und rhythmischer Exaktheit erleben kann, erinnert an Perfektion und Brillanz amerikanischer Orchester. Mit dem feinen Unterschied, dass neben jugendlicher Frische auch noch klangliche Tiefe und weicher, romantischer Fluss hinzukommen -- ins Ensemble getragen von Daniel Barenboim, dem Meister spontan-romantischen Musizierens. Berlioz' Sinfonie wird unter seinen Händen zum gewaltigen Tongemälde, bei dem sich zahllose intensiv gestaltete Details zu einem überwältigenden Ganzen zusammenfügen. Stillstand gibt es nicht, weil der große, poetische Atem nie unterbrochen ist, weil die jungen Musiker Barenboim noch in der feinsten klanglichen Nuance folgen. Mit ähnlich sinnlicher Sorgfalt zelebrieren Dirigent und Musiker Liszts "Les Préludes", die hier so ernst genommen werden, dass der Hörer nicht anders kann, als das Stück seinerseits auch ernst zu nehmen.

. . . [der Mitschnitt] macht vor allem eines deutlich: zu welch phänomenalem Klangkörper sich dieses Ensemble junger Musiker aus Israel, den arabischen Ländern und Spanien in dieser Zeit entwickelt hat. Gelegenheit, das zu hören, gibt es genug bei Berlioz' "Symphonie fantastique": die fragilen Sehnsuchtsklänge im ersten Satz, elegante Bewegtheit beim Ball im zweiten Satz, Schärfe bei den Blechbläserschlägen im vierten Satz beim Gang zum Richtplatz. Was man bei dieser CD an Intonationssicherheit, homogenem Klang und rhythmischer Exaktheit erleben kann, erinnert an Perfektion und Brillanz amerikanischer Orchester. Mit dem feinen Unterschied, dass neben jugendlicher Frische auch noch klangliche Tiefe und weicher, romantischer Fluss hinzukommen -- ins Ensemble getragen von Daniel Barenboim, dem Meister spontan-romantischen Musizierens. Berlioz' Sinfonie wird unter seinen Händen zum gewaltigen Tongemälde, bei dem sich zahllose intensiv gestaltete Details zu einem überwältigenden Ganzen zusammenfügen. Stillstand gibt es nicht, weil der große, poetische Atem nie unterbrochen ist, weil die jungen Musiker Barenboim noch in der feinsten klanglichen Nuance folgen. Mit ähnlich sinnlicher Sorgfalt zelebrieren Dirigent und Musiker Liszts "Les Preludes".

. . . un document, magnifié par l'enthousiasme des applaudissements, davantage que comme une version de référence . . . on apprécie l'élan que le chef insuffle à une partition dont il possède tous les ressorts. S'il prend des libertés avec la lettre . . . c'est toujours dans le sens d'une vie organique . . . de la belle ouvrage.

About the Album

Breath-taking brilliance: Barenboim’s Berlioz

Daniel Barenboim’s gripping 2009 Proms performance of the Symphonie fantastique released on Decca

Daniel Barenboim’s close association with Decca continues with the release of a landmark album of works by Hector Berlioz and Franz Liszt. The new recording is guaranteed to attract worldwide attention, thanks not least to the recent best-selling success of the conductor and pianist’s five-album Beethoven for All project and broad popular and media interest in his extraordinary work with the West-Eastern Divan Orchestra. Maestro Barenboim’s global profile was boosted in 2012 by his appearance at the opening ceremony of the Olympic Games. He came to the BBC Proms three summers earlier with his West-Eastern Divan Orchestra to perform two romantic masterworks: Berlioz’s Symphonie fantastique and Liszt’s Les préludes. The concert marked the orchestra’s tenth anniversary in fine style. It also projected the virtuosity and musicianship of its members and the life-enhancing power generated by an ensemble of young players from one of the world’s most troubled regions.

The West-Eastern Divan Orchestra’s 2009 BBC Proms programme reconnected with Weimar, where Liszt had once served as the local Grand Duke’s director of music. Liszt was also an ardent champion of Berlioz’s music. The two men first met in Paris the night before the premiere of the Symphonie fantastique in 1830. Liszt was so inspired by what he heard that he made a piano transcription of his French friend’s composition. Both men shared wild character qualities and frequently explored them in their work. “We felt a keen sympathy for each other,” wrote Berlioz about their first meeting, “and since then our relationship has only become closer and stronger.” The Symphonie fantastique and Les préludes, first performed in 1857, are both inspired by literary programmes, Berlioz’s score by his own tale of a drug-induced dream, Liszt’s by Alphonse de Lamartine’s Nouvelles méditations poétiques.

“Barenboim conspicuously sets these musicians the hardest challenges,” observed the Guardian in its review of the 2009 Proms concert. “They attacked the largest of the evening, Berlioz’s wildly virtuosic Symphonie fantastique, with commitment, giving an interpretation studded with individual highlights and maintaining a breath-taking brilliance.”