The Verdi Tenor - Alvarez, Orchestra Sinfonica di 4781442

. . . the overall performance is so sensitive . . . The conducting on this CD is better than one usually gets on a recital CD . . . Soprano Annalisa Raspagliosi and tenor Arturo Chacón-Cruz make brief and at least capable contributions as Leonora and Ruiz, respectively, in the scene from act III of "Il trovatore ". . . If this CD signals the tenor's move into deeper waters, there's no time like the present.

The Argentinian tenor Marcelo Álvarez has been tipped as the successor to Pavarotti as the pre-eminent Verdi interpreter of his era, and as these Verdi arias demonstrate, he lacks none of the technical prowess that requires. Indeed, there are distinct echoes of Pavarotti in Álvarez's "Oh! fede negar potessi", though he delivers with passion rather than power, before offering an empathic "Quando le sere al placido". Elsewhere, he negotiates the emotion of Manrico's deathly promise "Ah! si, ben mio" from Il Trovatore in measured manner, before wringing every last ounce of emotion out of the hero's death scene from Otello.

. . . Marcelo Alvarez s'impose dans ce cd, de façon indiscutable: autorité vocale, sens rayonnant du timbre, avec à la clé des phrasés assumés, et, bonus délectable, le respect du texte. Ecoutez ces nuances jamais poussées mais colorées dans le souffle (sfumature) . . . Chaque nouveauté dévoile le talent d'acteur du ténor ibérique . . . Le trait percutant du ténor revient à son intelligence dans l'émission. Une approche qui ne soigne pas la puissance mais le style et la précision du verbe. Voilà donc un travail qui fait immédiatement merveille chez Verdi. De la nuance, du sentiment, voire de l'intimisme . . . même chez Radamès! Son Celeste Aida est donc constellé de nouvelles pépites en subtilité et en couleurs qui rétablissent le juste caractère de la mélodie, un air qui est l'expression d'un rêve, une injonction subjective dans laquelle l'amoureux chante avec subtilité la grâce de son aîmée, la belle esclave éthiopienne à la cour de Pharaon. La mélodie ouvre d'ailleurs le programme telle une véritable note d'intention qui vaut pour tout le programme. Avouons que nous apprécions particulièrement son approche des 3 airs du Rodolfo de Luisa Miller, dont le caractère sombre et vaillant, prépare son Manrico déjà cité, selon une coloration très proche de l'idéal défendu par Schiller: être dévoré par l'amour qui le porte, désir contrarié et consumé jusqu'à la mort. La sincérité et l'intensité de la voix font toute la singularité de Marcelo Alvarez aujourd'hui et l'on suivra avec bénéfice l'évolution de sa carrière lyrique, en particulière, à la scène, les prises de rôles ici préfigurés dans ce récital captivant.

[Alvarez's voice] has gained in incisiveness and power. And his art has developed still more markedly. There is no phrase here which does not testify to thougt about its dramatic and musical nature. As a result, the recitatives command equal attention with the arias; nothing is routine.

. . . nur wenige [Opern-Sampleralben] sind wirklich gut. Marcelo Álvarez' CD ist eine wohltuende Ausnahme . . . Heute ist er eine der fraglos prägnantesten und größten Stimmen seines Faches. Das Album ist sehr gelungen, mit einem glänzend aufgelegten Álvarez und einem ebenso brillanten Sinfonieorchester und Chor "Giuseppe Verdi" Mailand.

Eine wahre Wohltat, diese Stimme. Sie ist geschmeidig und verströmt eine Wärme, wie man sie nur bei wenigen Tenören erlebt. Und auf der anderen Seite verfügt Marcelo Alvarez auch über eine metallisch glühende Strahlkraft. Die ist nicht zuletzt bei den eindrucksvollen Spitzentönen zu erleben. Da gibt es Momente, in denen der Argentinier ein wenig an den großen Luciano Pavarotti erinnert. Nicht zuletzt für solche Momente werden Tenöre geliebt und bejubelt -- und davon gibt es auf der Verdi-CD einige zu erleben. Aber Marcelo Alvarez ist weit mehr als bloß ein beeindruckender Spitzentonlieferant. Das zeigt schon das Programm ganz deutlich. Der Sänger präsentiert seinen Hörern eine geschmackvolle und intelligent zusammengestellte Auswahl . . . Der Tenor hat sein Programm nicht in erster Linie auf Effekt hin angelegt, sondern zielt auf eine möglichst große Bandbreite. Giuseppe Verdis musikalische Charakterzeichung ist für ihn eine schöne Vorlage, um eine Vielfalt an Rollen und Gefühlen zu durchleben. Zum emotionalen Spektrum gehören natürlich viele tragische und dramatische Momente -- aber auch die überschwängliche Selbstgewissheit eines Ricardo aus dem Maskenball. Zu den Höhepunkten der Aufnahme zählen sicher die Ausschnitte aus dem Troubadour . . . [er] vermittelt dabei eine authentische Leidenschaft. Auch die dezenten Schluchzer nimmt man dem in Liebe entbrannten Offizier ab. Hier wie auch in den anderen Stücken ist das Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi nicht nur dem Namen nach mit der Musik vertraut. Unter Leitung von Daniel Oren atmet und fühlt der Klangkörper mit dem Tenor. Der bietet durchweg Verdi-Gesang auf höchstem Niveau . . . Hier ist er jedenfalls ganz in seinem Element und haucht auch den bekannten Schlagern neues Leben ein. Eine insgesamt mehr als überzeugende, stellenweise mitreißende CD, deren Titel "Der Verdi Tenor" nicht zuviel verspricht.

Wirklich überzeugend ist er in den langsamen Arien, wo er großartig seine Legato-Bögen spannt, und zwar über einem vorbildlichen Atemfundament. Zudem geht er mit der Sprache bewusst um, und seine Diktion ist sehr klar . . . [eine] insgesamt herrlich klingende Stimme.

. . . un timbre ensoleillé, souvent charmeur, des mots clairement énoncés, une projection vocale énergique, et, à la scène, un indéniable charisme . . .