Beethoven & Britten Violin Concertos - Jansen, Die

Share

Beethoven & Britten Violin Concertos - Jansen, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Jansen · Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen · London Symphony Orchestra · Ji
Int. Release 25 Sep. 2009
1 CD / Download
CD 0289 478 1530 3 DH
Janine Jansen: Beethoven & Britten Violin Concertos


Track List

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)
Violin Concerto In D, Op.61

Janine Jansen, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Järvi

Benjamin Britten (1913 - 1976)
Violin Concerto, Op.15

Janine Jansen, London Symphony Orchestra, Paavo Järvi

Total Playing Time: 1:13:20

Ever since she delivered a beautifully reimagined recording of Vivaldi's ''Four Seasons,'' Dutch violinist Janine Jansen can't help stoking anticipation for every new foray into standard-repertoire concertos. She always comes through with something fresh and exciting . . . Rarely has her playing reflected such a high pitch of passion and insight as in the disc of Beethoven and Britten concertos. Even if your collection is already overloaded with the Beethoven concerto, Jansen's performance of Britten's early-period concerto (fueled by the composer's response to the Spanish Civil War) convinces you it's a major work -- thanks also to unusually attentive conductor Paavo Jarvi.

Jansen_20091106_TT_R
Trust a discerning musician such as Janine Jansen to bring the pair together and make the union work . . . Jansen¿s account, with Paavo Järvi and the London Symphony Orchestra, strongly advertises the concerto¿s virtues. Kaleidoscopic moods, from skittish frolics and Spanish heat to final incendiary anger, flicker easily from her bow. But nothing is superficial, least of all the crowning passacaglia, heavy with the sorrows of war. The recording is forthright, and Järvi whips the LSO into a blaze to match Jansen¿s passionate commitment to the score. Among recorded versions of the Britten, this now sits at the top . . . [Beethoven]: Jansen¿s extreme beauty of tone and phrasing is definitely alluring . . . Järvi conducts the Deutsche Kammerphilharmonie Bremen . . . striking in itself . . .

Her playing is sensationally good, in the Romantic tradition, and she proves an intense, impassioned advocate for Britten¿s still neglected work.

Jansen's playing is full of character and humour, nothing is even played complacently, and she has a wonderful sense of musical direction. Järvi turns out to be just as good here, and I found this an unusually exciting account of the work [Beethoven] . . . terrific new version . . . the individuality and imagination of her playing shine through most impressively, as does her simply dazzling technique. The London Symphony Orchestra plays extremely responsively and with plenty of rhythmic energy for Järvi . . . probably the best version we have yet had of this splendid work [Britten].

The impressive young Dutch violinist Janine Jansen puts her fiery, eloquent playing to the service of Britten¿s under-performed concerto, paired on this disc with the Beethoven Violin Concerto.

Janine Jansen has a rare ability to communicate her thoughts and feelings about the music while appearing to play in a simple, straightforward manner. The small variations of colour, pressure and emphasis that bring this about transmit a sensation of intense inner life . . . I've rarely heard the Rondo theme of the finale [of Beethoven's Violin Concerto] in its tutti version sound so joyful and exultant.

Her approach to the youthful Britten has a visionary intensity that allows the piece to seem almost of the first rank. In the Beethoven Jansen evokes that overworked word, fresh. She is rhythmically lithe and alert, and in the wonderfully long first movement she thoroughly avoids the tradition of making the music sound religiose. Paavo Järvi is a sympathetic partner, adopting period-style delivery with the Bremen orchestra in the Beethoven, and full-blooded modernism in the Britten.

Jansen does a fine job on Beethoven's monumental concerto . . . The surprise is the seldom-played Benjamin Britten concerto, which is brilliant and deeply moving -- often verging on the kind of dizzying weltschmerz you find in the great Shostakovich violin concerto. The Dutch violinist makes a strong case that this is an underappreciated masterpiece and one of the 20th century's greatest works.

Janine Jansen's melodious, lightly Romantic way of playing the work, complete with Kreisler cadenzas, meets the no-nonsense, vibratoless Deutsche Kammerphilharmonie and, far from being a stylistic hotchpotch, the result is a fascinating combination that highlights the work's lyricism as much as its formal expansiveness. Jansen's playing in any case can be both songful and wonderfully fleet-footed . . .

Geigen-Star Janine Jansen hat schon beeindruckende CDs von Bach bis Bruch vorgelegt, nun präsentiert sie ihr Meisterstück . . . Die holländische Geigenvirtuosin Janine Jansen . . . hat Power im Gepäck -- und die braucht sie auch, um das ebenso exzentrische wie farbenreiche Violinkonzert op. 15 von Benjamin Britten (1913-1976) zu meistern. Dennoch klingt das, was sie jetzt gemeinsam mit dem Dirigenten Paavo Järvi als neue CD (Decca) vorlegt, wie eine frische Morgenbrise: ein Sonnenaufgang auf dem Mount Britten . . . Ihr Spiel auf dem neuen Album mit eben jenem op. 15 vibriert lebendig und souverän . . . [Beethoven] es passt gar nicht mal schlecht in dieser Konstellation. Der Dirigent Paavo Järvi. . . [ist] im Thema Beethoven drin, hat eine eigene Lesart auf einem Terrain bewiesen, das als abgegrast gilt . . .
Für die Kür wechselten Järvi und Jansen zum London Symphony Orchestra, eine sichere Adresse in Sachen Britten. Wie gut alles passte, zeigt am besten der wirbelnde zweite Satz des Konzertes . . . [Benjamin Britten] wirkt heute musikalisch frisch und modern, fast zeitlos. Seine wagemutigen, keineswegs nur im atonalen Bereich angesiedelten Dur/Moll-Sprünge, die üppigen Melodien und überraschenden Rhythmen fügen sich gerade im Violinkonzert spannend zusammen. Diese Attraktionen könnte man solistisch auftrumpfend betonen, doch die kluge Künstlerin Jansen spielt einfach nur ihre Stärken und ihren Sinn für Proportionen und Klang aus -- die wahre Stärke liegt in der kontrollierten Kraft. Was für Brittens Bravourstück genau die richtige Attitüde ist.

[Paavo Järvi und die Kammerphilharmonie Bremen] überzeugen auch beim Violinkonzert mit einem Klang, der reich an Ecken und Kanten ist. Im Kontrast dazu die Geigerin Janine Jansen: Sie geht es eher romantisch an und kostet dabei souverän alle Freiheiten aus, die ihr innerhalb Järvis formal strengem Ansatz möglich sind. Genau dadurch aber entsteht ein spannungsreicher Dialog.

In der langen Kadenz des zweiten Satzes . . . erfühlt Jansen über die technische Makellosigkeit hinaus das vielleicht wichtigste Wesensmerkmal von Brittens Musik: Bei aller Passion ist sie an einer Überwältigung des Hörers nicht interessiert . . . Benjamin Britten ist auf dieser CD das eigentliche Ereignis.

. . . Janine Jansen hat inzwischen mit Einspielungen der großen Violinkonzerte von Felix Mendelssohn, Max Bruch oder Peter Tschaikowsky weitere Beweise ihrer Kunst vorgelegt, die keinen Zweifel daran lassen, dass wir es bei ihr mit einer der ganz großen Geigerinnen unserer Zeit zu tun haben. Und im Sommer zeigte sie zum Beispiel bei den Salzburger Festspielen oder dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dass sie sich mit Erfolg auch dem Giganten Beethoven zu nähern weiß . . . Unterstützt von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem aus Estland stammenden Dirigenten Paavo Järvi legte Janine Jansen jetzt jede Scheu in Sachen Beethoven ab und bot ein weiteres interpretatorisches Meisterstück . . . In relativ kleiner Besetzung gelangen maßstabsetzende Neuinterpretationen voller Natürlichkeit, ohne falsche Feierlichkeit, ohne hohles Pathos, ohne bedeutungsschweres Hohe-Kunst-Gehabe. Die geforderten schnellen Tempi werden hochvirtuos umgesetzt -- keine Selbstverständlichkeit bei Beethoven. Und auch das Langsame atmet, hat seinen Puls und wird nicht zusätzlich noch zerdehnt. Nebenstimmen erhalten Bedeutung, werden keinem nebulösen Gesamtklang geopfert, Ecken und Kanten bleiben als solche erhalten, Präzision und Prägnanz stehen im Vordergrund. Dass Janine Jansen für ihre Violinkonzert-Einspielung auf dieses Orchester mit Paavo Järvi traf, erweist sich als purer Glücksfall. Auch sie spielt mit großem Enthusiasmus und Risikobereitschaft, reagiert auf Impulse hellwach, kann Melodiebögen so differenziert gestalten, dass sie geradezu zu sprechen anfangen, kann das Grimmige in Beethovens Tonsprache ebenso darstellen wie das Humorvolle, das Himmelhoch-Jauchzende ebenso wie das Melancholische, und gerade im Pianissimo gelingen ihr, wie hier im 2. Satz, Augenblicke großer Zartheit und Entrücktheit . . . Auch hier beim Violinkonzert von Benjamin Britten überzeugt Janine Jansen mit stupender Technik, großem Temperament und höchster Musikalität. Besonders hervorzuheben ist, wie Solistin und Orchester die im Hintergrund immer vorhandene Angespanntheit dieser Musik vermitteln und mit welcher emotionalen Tiefe gerade auch die bedrohlichen Momente von Verzweiflung und Finsternis gestaltet werden.

Ganz schön mutig. Janine Jansen hat sich für ihre neue CD-Einspielung gleich zwei Violinkonzerte ausgesucht, denen berühmte Kollegen zuvor schon ihre Unspielbarkeit bescheinigten . . . Vom Gegenteil überzeugt die junge Geigerin mit brillanter Technik und feinem Gespür für Größe und Tiefe dieser beiden Werke.

Historisch informiert und trotzdem ohne Angst vor romantischem Ausdruck, ein Ansatz, in dem Janine Jansen, Dirigent Paavo Järvi und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen zu einer hörbaren Einheit finden. Die Frische und Natürlichkeit, die die Geigerin an dem Orchester lobt, strahlt sie selbst genauso aus. Ihr Beethoven klingt ebenso vital, voller Drive und dabei klug durchdacht. Mit Paavo Järvi teilt sie die Lust am Experimentieren und den Mut zum Risiko und zu Extremen. Das zeigt sich auch im Britten-Violinkonzert mit dem London Symphony Orchestra. Das hoch virtuose Werk, das der berühmte Geiger Jascha Heifetz einst als "unspielbar" abtat, meistert Janine Jansen absolut souverän. Noch schwieriger mag die Gestaltung dieses 32minütigen Werks sein, dessen Dramaturgie viel komplizierter ist als die des Beethoven-Konzerts. Aber Janine Jansen hat einen schlüssigen, spannungsreichen Zugriff gefunden, der auch verstecktere Verläufe in der Musik sehr gut nachvollziehbar macht. Den Beginn der finalen Passacaglia spielt sie suchend, nicht wütend oder definitiv. Umso berührender, ja schockierender, wirkt das Ende: ein Aufschrei voller Verzweiflung und Schmerz. Auch mit dieser CD beweist Janine Jansen eine erstaunliche Gabe: gleichzeitig erstaunlich stilsicher zu spielen und dabei voller Emotionen und sehr persönlich.

Mit Dirigent Paavo Järvi teilt Janine Jansen den Spaß am Experimentieren. Daraus ergibt sich wiederum diese erstaunliche Flexibilität im Ton, die Janine Jansen in beiden Klangwelten erreicht -- sogar mit zwei unterschiedlichen Orchestern, der Kammerphilharmonie Bremen und dem London Symphony Orchestra. Ein weiterer Beweis ihrer Meisterschaft!

Der derzeit wohl beste Beethoven-Sound passt sehr gut zu ihrem wachen, direkten Ansatz. Forsch, doch gleichsam fragend erobert sie sich die viel gespielten Noten, mit verhaltenem, nobel aufblitzendem Glanz. Natürlich respektlose Romantik-Frische trifft auf lebhaften Drive und Risikoeinsatz. Das steht auch dem souverän gemeisterten Britten-Konzert gut an.

Der Niederländerin Janine Jansen und dem London Symphony Orchestra unter Paavo Järvi ist Brittens Violinkonzert ein Herzensanliegen. In der langen Kadenz des zweiten Satzes, die hin zur finalen und ziemlich finsteren Passacaglia führt, erfühlt Jansen über die technische Makellosigkeit hinaus das vielleicht wichtigste Wesensmerkmal von Brittens Musik: Bei aller Passion ist sie an einer Überwältigung des Hörers nicht interessiert. Selbst in größter Verzweiflung bleibt der Duktus des Erzählens ein wenig distanziert. Britten behandelt den Krieg, aber es ist keine Agitation spürbar, sondern zuerst einmal große Nachdenklichkeit . . . Benjamin Britten ist auf dieser CD das eigentliche Ereignis.

Was für eine Solistin, was für ein Orchester! Selten hört man das Konzert, das zu seiner Zeit als unspielbar galt, so frei vom Ringen um die richtige Form, das ausufernde Skalenwerk des Solopartes, das zum mechanischen Etüdensägen verkommen kann, so organisch und selbstverständlich sich entfalten. Die niederländische Geigerin . . . [legt] hier einmal mehr Zeugnis ihrer Jahrhundertbegabung ab . . . Selten wird Beethoven so präzise und in der dynamischen und rhythmischen Mikrostruktur so fein und durchsichtig durchgearbeitet. Das ist Beethoven fürs 21. Jahrhundert: nicht revolutionär, nicht aufbegehrend, sondern einfach souverän, in sich stimmig und von kathartischer Schönheit. Brittens Violinkonzert, das Jansen und Järvi mit dem London Symphony Orchestra auf diese CD gebracht haben, verbindet mit demjenigen Beethovens eigentlich nur der Auftakt mit einem Paukenmotiv: ein düsteres Stück Musik, das etwa ähnlich einschüchtert wie die dunkeln Holztäferungen britischer Herrschaftshäuser . . . Ganz anders der Eindruck Jansens . . . [sie] wird zur überzeugenden Botschafterin für ein grossartiges Stück Musik . . .

Dass Beethovens Violinkonzert immer wieder frisch wirken kann, hat jüngst auch Janine Jansen in ihrer Aufnahme mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi bewiesen. Sie lädt den Solopart mit neuer Energie auf, da klingt nichts nach Routine. Es scheint so, ais hätte sie das Werk gerade erst für sich entdeckt, selten hört man den langsamen Satz so feinsinnig zart und klanglich entrückt.
Bei Beethoven ist eben doch noch nicht alles gesagt.

. . . sie spielt [das Beethoven-Konzert], als ginge es um alles oder nichts. Sie lädt den Solopart mit Spannung auf, hoch konzentriert, euphorisch, so als entdecke sie das Werk gerade neu . . . Janine Jansen verausgabt sich in diesem Werk [Brittens Konzert], das ihr offensichtlich eine Herzensangelegenheit ist, völlig. Hier herrscht eine aufwühlende emotionale Spannung, und man spürt: Aus dieser Musik spricht etwas Existentielles.

Ob ätherisch flirrende Triller, markante Legati mit dem ganzen Bogen oder kraftvolle Doppelgriff-Staccati . . . [es] geht . . . Jansen vor allem um authentischen Ausdruck und natürliche Phrasierung. Dabei ist Jansens Stradivari-Ton meist schlank und intensiv, verwandelt sich aber, wo nötig, in ein sattes Vibrato . . . Spiel, Satz und Sieg für ein musikalisches Traumdoppel!

Die 31 Jahre alte Violinistin aus den Niederlanden stellt dabei nicht sich und ihre Virtuosität in den Mittelpunkt, sondern die Komposition . . . Tatsächlich ist jedes Ergebnis schlüssig und profitiert von der jeweiligen Orchester-Couleur, wobei Dirigent Paavo Järvi bei Beethoven mit Experten-Souveränität, bei Britten zusätzlich mit Entdeckerlust punktet.

[Britten Concerto]: Jansen spielt es souverän, mit musikantischem Furor . . . [Beethoven]: Jansens blühender, großer Ton und das neue Selbstbewusstsein, das ihr Spiel beseelt bis in die feinste (Kreislersche) Kadenztrillerfalte hinein, steht in schöner produktiver Spannung zu der schnörkel- und streckenweise fast vibratolosen clarté, die von Järvis Kammerphilharmonie Bremen ausgeht.

. . . Janine Jansen spielt das Violinkonzert des Engländers fabelhaft, kochend-intensiv, saugt sich fest in die Saiten und entlädt eine Intensität, die dem Werk alle Ehren antut -- und auch das London Symphony Orchestra hat bei dieser Aufnahme einen guten Tag erwischt . . . [Beethoven]: Schon die erwähnte Orchesterexposition macht baff. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen baut unter Järvi eine Spannung auf, als gälte es, barocke Akzentuierungspraxis und die Mannheimer Rakete gleichzeitig ins romantische Orchester zu injizieren. Der Ensembleklang ist muskulös und wuchtig und reagiert dennoch mit einer Schnelligkeit und Präzision auf die Winke Järvis, als seien die Pulte nur einfach besetzt. Einige Sforzati sind geradezu sensationell in ihrer Plötzlichkeit. Wenn Jansen dann mit dem ersten Solo einsteigt, ist die Sache eigentlich schon in trockenen Tüchern. Spürbar animiert von der großartigen Vorgabe schaut Jansen dem Werk gründlich in alle Ecken, lässt sich von seiner Lyrik hinreißen zu hauchdünnem Geflüster, singt lang und klar im sotto voce, gibt viel Luft unter ihren Bogen, löst ihn, lässt ihn schweben und verklammert diese tief nach innen gehenden Momente formal mit dem entschiedenen Willen, gemeinsam mit der ganzen Mannschaft bei Bedarf sehr nachdrücklich auf den Tisch zu hauen. Solchen Nuancenreichtum gibt das Konzert nicht oft her, so viel Dynamik erst recht nicht. Was das Orchester betrifft, zweifellos eine Referenzaufnahme.

. . . sie spielt, als ginge es um alles oder nichts. Die Jansen lädt den Solopart mit Spannung auf, hoch konzentriert, euphorisch, so als entdecke sie das Werk gerade neu . . . Janine Jansen verausgabt sich völlig in diesem Werk [Britten], das ihr offensichtlich eine Herzensangelegenheit ist. Hier herrscht eine aufwühlende emotionale Spannung, und man spürt: Aus dieser Musik spricht etwas Existenzielles.

Die Violinkonzerte von Beethoven und Britten zu kombinieren ist eine clevere Sache. [Janine Jansen] zeigt sich hier als wandlungsfähige Künstlerin. [Auffallend ist], mit welchem schlanken Ton die holländische Geigerin [Beethoven spielt] . . . Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen tritt präsent auf, kontrastiert den elfengleichen Ton Jansens oder findet mit ihr zusammen, und aus solcher Übereinstimmung entstehen wieder eine Vielzahl von Ideen -- keine Begleitung ist das, sondern Initiative. Ein wunderbares Orchester! . . . [Britten]: Jansen, hier vom London Symphony Orchestra unter Paavo Järvi begleitet, ist wie verwandelt. Satt bis schwer im Klang, strahlt sie über dem schlagzeugbewaffneten Orchester . . .

[Britten]: Janine Jansens Gestaltung vermied allzu tiefe Schwärze und allzu dick aufgetragene Einsamkeit. In ihren farblichen Abstufungen erscheint eher eine fragende als eine verzweifelte Haltung. Die ausweglose Einsamkeit besonders des dritten Satzes behält einen Schwebezustand und lässt die Fähigkeit durchscheinen, auch stark belastet noch weiter zu kommen. Das HR-Sinfonieorchester unter seinem Chefdirigenten Paavo Järvi lieferte einen perfekten orchestralen Resonanzboden.

. . . die Geigerin Janine Jansen [wurde]für die beste Konzerteinspielung des Jahres (20./21. Jh.) prämiert. Darauf fasziniert sie nicht nur mit einer unverschnörkelt und doch sehr emotional dichten Interpretation des Beethoven-Konzertes, sondern beeindruckt mit einer überraschenden Kombination -- dem Violinkonzert op. 15 des 26-jährigen Benjamin Britten. Ihr Zugang ist derart packend, dass man dieses Werk -- vor allem von ihr -- gehört haben muss.

Janine Jansen nous ramène à une vision somme toute classique de l'Opus 61. Son éloquence noble sans être trop solennelle s'avère aussi étincelante sur le plain instrumental qu'éclairée d'un point de vue spirituel. Soutenue par un orchestre d'une rare élégance, dynamique et jamais pesant, elle conjugue habilement finesse et vivacité . . . Sa lecture du splendide concerto de Britten (1939) enrichit une discographie encore trop limitée . . . Janine Jansen et le London Symphony habitent l'¿uvre entière d'une authentique de la jeune soliste comme la précision de l'orchestre forçant notre admiration.